Die Sächsische Schweiz und die AfD #fckAfD


Bitte den nachfolgenden Blogbeitrag lesen, den ich rebloggen musste – dies ist nicht das Land, das ich will. 60% von 13% also rund 8% der abgegebenen Stimmen haben angeblich diese „Werte“ aus reinem Protest gewählt, in manchen Gegenden noch viel mehr. Ich verstehe das nicht, wie man aus reiner Unzufriedenheit mit Nazis kokettieren kann. Ja, in der AFD sind Nazis, einige zumindest. Nicht alle, das ist klar, aber viele sind so weit rechts, dass es weh tut und jedem anständigen Bürger Angst macht. Was ist das für eine Gesellschaft, die Andersaussehende ausgrenzt? Was ist das für ein Land, in dem eine Mutter mit Kindern, die nicht deutsch aussehen, in einigen Regionen Angst haben muss? Verdammt, Leute wacht auf! Wir alle sind Ausländer fast überall.

Nur weil jemand noch nie über sein kleines Dorf hinausgekommen ist, noch nie erlebt hat, welche Gastfreundschaft uns in den meisten Regionen dieser Welt entgegengebracht wird, was für herzliche Menschen es überall auf dieser Welt gibt, und dieser jemand scheinbar so viel Angst vor Nicht-Deutschen hat, gibt ihm nicht das Recht, jeglichen Anstand zu verlieren. Ich möchte in einer vielfältigen Welt leben, eine Welt, in der es sicher ist, keine blökenden abgehängten Wutbürger mit Bannern durch die Straßen ziehen, und nicht einmal für eine Diskussion bereit sind. Nein, das ist nicht Demokratie – eine Demokratie lebt vom Austausch von Meinungen. Wie verbohrt kann man sein, dass man nicht einmal mit Andersdenkenden reden möchte. Dies ist gezielt von diesen rechten Subjekten so gewollt und inszeniert, keine Frage. Doch wie kann man sich derart von ihnen manipulieren lassen, dass man da mitspielt? Merkt ihr nicht, wie ihr von diesen neuen rechten Führern missbraucht werdet?

Was am ersten Tag nach der Wahl in der AFD passiert ist, spricht Bände. Eine ohnehin schon rechts stehende Frauke Petry hält es ob der noch brauneren Soße in der eigenen Partei kaum noch aus, und wird nicht als Abgeordnete der AFD-Fraktion in den Bundestag einziehen.  Dadurch macht die AFD nochmal einen deutlichen Rechtsruck. Ich nenne das Wahlbetrug, aber pssst, nein, das machen ja nur die etablierten Parteien, aber nicht doch „unsere AFD“. Leute wacht auf!

Eure Unzufriedenheit hat nichts mit dem zugegebenermaßen nicht allzu gut gelungenen Flüchtlingsmanagement der Altkanzlerin zu tun. Dies wird euch gerne suggeriert, doch dem ist nicht so. Sie hat Herz gezeigt in einer üblen Zeit, in der Hunderttausende im Elend versunken sind und nein, nicht alle waren böse, böse Wirtschaftsflüchtlinge, die euch angeblich eure Kultur und eure Arbeitsplätze wegnehmen, aber das ist ein anderes Thema. Sie hat viele Fehler gemacht, keine Frage. Einige Dinge waren mehr als daneben und haben viele Folgeprobleme ausgelöst. ABER deshalb jemanden zu wählen, der nichts, aber auch gar nichts als dummes Blöken anzubieten hat, sorry, in der Schule hieße das „6 – setzen!“. Wollt ihr etwa, dass es so bleibt oder noch schlimmer wird? Lasst uns versuchen, in Zukunft wieder bessere Noten zu bekommen, denn eigentlich wollen wir alle dasselbe: In Ruhe und Frieden leben und das leben genießen (nur nicht auf Kosten anderer – das unterscheidet uns von den Nazis!).

Der nachfolgende Blogbeitrag hat mich sehr bewegt und mir Angst gemacht. Ich möchte ihn euch nicht vorenthalten, denn ich möchte nicht, dass das irgendjemandem passiert, nicht in Sachsen, nicht in Deutschland, nicht irgendwo anders auf dieser Welt. Ausgrenzung und Diskriminierung passen nicht in eine gute Welt!

Sophie Sumburane

Gedanken einer Mutter äußerlich nicht deutscher Kinder zum Ergebnis der AfD

Die Sächsische Schweiz

Dass es in Deutschland Orte gibt, an die man nicht geht, wenn man scheinbar kein Deutscher ist, dass wusste ich schon länger. Spätestens, seit damals, als ich im Pizzaladen um die Ecke arbeitete und die dortige Bäckerin rief: „Hey, guckt mal der Schwarze (sie sagte ein anderes Wort) da draußen. Holt den mal rein, ich wollte schon immer einen dressierten Affen, der mir mein Bier bringt.“ Sie fuhr am nächsten Tag in den Urlaub – in die Sächsische Schweiz. Diese Sächsische Schweiz, in der die AfD gestern 35,5% der Stimmen bekam, die, wie vielen bekannt ist, schon lange eine Hochburg der Rechten in Deutschland ist. In diese Sächsische Schweiz fuhr die Rassistin, die für ihren Spruch Gelächter bekam, zusammen mit Freunden in einem auffälligen BMW, der vor Nazi-Symbolik triefend unbehelligt vor unserer Leipziger Haustür parkte.

Die…

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