Uwe Alexi

Unsere kleine Bücherwelt hat mich heute interviewt. Ein herzliches Dankeschön meinerseits!

Unsere kleine Bücherwelt

Heute dürfen wir Euch den Autor Uwe K. Alexi vorstellen 😊

🔫Seit wann schreibst Du?

Gleich mit so einer schwierigen Frage zu beginnen, ist reichlich unfair, findest du nicht? Augenzwinkern.

Also: Eigentlich seit 1999 aber uneigentlich seit 2013. Versteht kein Mensch, ich weiß.

Im Jahre 1999 habe ich ganze sechs Seiten aus einem inneren Dang heraus geschrieben, und das obwohl ich in der Schule Aufsätze hasste. Danach hatte ich niemals nicht mehr Zeit gehabt. Diese sechs Seiten sind mir beim Aufräumen meines Schreibtischs 2013 – das sollte man zumindest einmal im Leben machen – wieder in die Hände gefallen. Da ich Zeit und Lust hatte, an der haarsträubenden Geschichte weiterzuschreiben, von der ich lediglich Anfang und Ende kannte, habe ich mich ans Werk gemacht.

Im November 2014 ist dann „Niemand wird dich vermissen“ erschienen – inklusive dieser sechs Seiten, die immer noch Teil des ersten Kapitels sind. Sie wurden natürlich…

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Hoher Besuch – neulich beim Rasenmähen …

Wenn der Komposthaufen im Garten überquillt, muss man die Grünabfälle zum Recyclinghof bringen. So erging es mir auch beim letzten Rasenmähen. Auf der Suche nach einem Müllsack zum Transport des Rasenschnitts begab ich mich ins Nebengebäude und nahm einen Müllsack vom Haufen in der Ecke. Ich verwende diese Müllsäcke nun schon etliche Jahre und entsorge sie erst, wenn sie völlig zerfleddert und unbrauchbar sind. Der Müllsack war eigenartig schwer … Ich schaute hinein und sah voller Freude dieses Kerlchen hier:
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Ich liebe Igel, finde sie total putzig, doch leider ist das Streicheln naturgemäß etwas schwierig, zumal sie meist sehr viel Angst haben und man sie nicht unnötig in Stress versetzen sollte. Dieser hier war jedoch ziemlich furchtlos, blieb auch nicht lange eingerollt und versuchte sich aus dem Sack zu befreien, nachdem ich diesen auf den Boden gelegt hatte.

Leider spreche ich Igelisch nur sehr rudimentär, trotzdem glaubte ich, die Worte „Warum haste mich aufgeweckt, du Depp, bin doch noch so müde“ vernommen zu haben, als er mit Riesenschritten in Richtung eines Busches davonzog. Ich hoffe er bleibt dauerhaft in meinem Garten. Eine verwilderte Ecke (die mit dem Komposthaufen) hat er unter einer Trauerweide, in der er sich sicher wohlfühlt. Schnecken und Regenwürmer gibt es zuhauf.
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Gewinnspiel

Die letzten zehn Tage waren recht turbulent für mich. Ich hatte meine kleine Premierenlesung von Blut & Rache in Bad Homburg, der Heimatstadt meines Protagonisten Armin Anders, und war sehr gespannt, wie die ausgewählten Stellen, die ich las, ankommen würden. Diese Lesung wurde in einem wunderbaren Artikel in der Taunus-Zeitung und der Frankfurter Neue Presse groß angekündigt. Einen Tag zuvor gab es einen weiteren Beitrag im Journal Frankfurt, in dem ebenfalls Blut & Rache vorgestellt wurde. Für diese beiden Veröffentlichungen bin ich sehr dankbar, denn das ist nicht selbstverständlich und fordert zuvor eine gute und kontinuiertliche Pressearbeit ohne zu nerven.

Die Resonanz auf die Artikel hat mich dann doch etwas überrascht. Es kamen so viele Buchbestellungen wie nie zuvor. Besonders freut mich, dass diese vor allem über ganz normale Buchhandlungen kommen und damit dem Buy-local-Trend entsprechen, den ich gerne unterstütze, damit unsere Innenstädte weiterhin durch tolle, erfolgreiche Buchhandlungen zum Verweilen, Schmökern und Einkaufen bereichert werden. Allein der Geruch nach gedruckten Seiten schafft für mich dort immer schon eine heimelige Atmosphäre.

Als kleines Dankeschön für das viele Interesse an meinem neuesten Rhein-Main-Thriller veranstalte ich ein Gewinnspiel auf Facebook, bei dem fünf Bücher verlost werden. Ihr könnt noch bis zum 1.8.2017 23.59 Uhr mitmachen. Ich wünsche euch viel Glück!

Bild Gewinnspiel FB
Link zum Gewinnspiel auf Facebook

 

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Leseprobe aus Blut & Rache

Nachdem ich nun wiederholt nach einer Leseprobe meines neuesten Rhein-Main-Thrillers gefragt wurde, erfülle ich diesen Wunsch hiermit gerne. Die folgenden Zeilen sind aus dem ersten Kapitel „Dämonen der Vergangenheit“:

Der Schmerz kam später. Ich hörte nur die Machete knapp an meinem Kopf vorbeisausen und dann das typische Geräusch. Schon früher hatte ich es gehört. Immer wenn bei uns im Dorf eine Kuh geschlachtet und anschließend zerlegt wurde. Dieses Tschak, das einprägsame Geräusch, das entstand, wenn ein scharfes Fleischerbeil ein Stück Rindfleisch mit Knochen in zwei Stücke zerteilte. Nur dieses Mal war es kein Rindfleisch. Und das Tschak war so präsent wie noch nie zuvor. Es war mein eigenes Tschak.
Ungläubig schaute ich auf meinen Armstumpf, aus dem das Blut herausströmte. Auf dem Tisch lag eine abgetrennte Hand. Meine Hand. Dann spürte ich ihn das erste Mal: den Schmerz. Höllische Schmerzen, wie ich sie noch nie zuvor gespürt hatte. Blankes Entsetzen erfasste mich und ich schrie auf. Die Lautstärke meines eigenen Brüllens ließ mich erschaudern, oder war es einfach die gesamte Situation, die mich völlig überforderte?
Hilfesuchend blickte ich in ihre Augen, doch ich fand dort kein Mitleid. Auch keinen Hass. Diese Augen, die ich kannte wie keine anderen Augen auf dieser Welt, strahlten eine Teilnahmslosigkeit aus, als hätten sie gerade realisiert, dass der Wind sich von Ost nach West gedreht hatte. Sie betrachtete ihr Werk und schien zufrieden. Dann nahm meine Mutter meinen Armstumpf und tauchte ihn in das siedend heiße Öl, das in einem großen Blechtopf auf der offenen von Steinen umrahmten Feuerstelle stand. Der Schmerz zerfraß mich förmlich, bevor mir schwarz vor Augen wurde und ich meine Besinnung verlor.

Der Journalist Armin Anders blickte sich verwirrt um. Nein, er war nicht in Lagos, der früheren Hauptstadt von Nigeria, und er war auch nicht der Junge, dem von seiner Mutter gerade eine Hand abgehackt worden war, nur damit er anschließend in der Millionenstadt bessere Chancen hatte, auf den belebten Straßen etwas Geld für die Familie zu erbetteln. Nein, er lag wohlbehütet in seinem Haus im beschaulichen Bad Homburg in der Nähe von Frankfurt und musste zuvor auf der Couch eingenickt sein.
Entgeistert schaute er zum Fenster. Es war helllichter Tag. Unvermittelt griff er zu seiner Hand und atmete tief durch. Dieser Traum hatte ihn in seiner Jugend oft verfolgt, seitdem er mit seinen Eltern ein Jahr in Lagos gelebt hatte. Auf den Straßen im Moloch Lagos hatten sich damals viele Kinder getummelt, denen entweder eine Hand oder ein Fuß fehlte, in manchen Fällen sogar beides. Armin Anders hatte sie immer wieder gesehen, so viele von ihnen. Sie kamen im ewigen Stop-and-go-Verkehr an jedes Auto, setzten den Arm- oder Beinstumpf gekonnt in Szene und zogen ihr leidvollstes Gesicht auf, das sie zustande brachten, um möglichst viel Mitleid zu erregen. Viel mussten sie dazu nicht tun, sie sahen in ihrer dreckigen, zerrissenen Kleidung ohnehin schon wie das Elend schlechthin aus. Und doch ließen sich die Autofahrer und Passanten nur selten erweichen, ihnen ein paar Kobos zuzustecken. Es waren einfach zu viele Bettelkinder unterwegs, das stumpfte ab und man konnte nicht allen helfen. Was für eine Hilfe war das überhaupt? Das Geld verblieb ohnehin nicht bei den Bettelkindern, das war gewiss. Irgendwann ignorierten die Meisten sie einfach. Sie gehörten zum Stadtbild, sie gehörten zum Leben, man konnte oder wollte nichts für sie tun.
Nachdem Armin Anders als Achtjähriger die ungeschminkte Wahrheit über die behinderten Kinder auf Lagos‘ Straßen erfuhr, hatte er kurze Zeit später zum ersten Mal diesen schrecklichen Albtraum gehabt. Er war so reell, wie ein Traum nur sein konnte, …“

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Zeilen euer Interesse für das Buch wecken, in dem der Bad Homburger Journalist Armin Anders mit mehreren Fällen konfrontiert wird, die in seiner Heimatstadt aber auch im Moloch der Millionenstadt Lagos passieren. Habe diese Ereignisse gar etwas miteinander zu tun? Ihr könnt eure Einschätzung gerne in einem Kommentar abgeben.

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„Nervenkitzel vor unserer Haustür“

lautet die Schlagzeile des Bad Homburg Teils der heutigen Taunus-Zeitung, die Teil der Frankfurter Neue Presse ist. Toll auf einem fast halbseitigen Bild mein Antlitz zu sehen, wie ich die Cover meiner drei bisher erschienen Rhein-Main-Thriller präsentiere. Die Überschrift des in dem fast eine dreiviertel Seite umfassenden Artikels eingebetteten Teils, der sich mit meinen Büchern befasst, heißt „Die drei Homburg-Krimis des „Chaos-Schreibers“ Uwe K. Alexi“. Sehr passend, denn meine Schreibweise ist in der Tat etwas chaotisch.

Ein wenig stolz macht mich die heutige Ausgabe der Taunus-Zeitung schon, zumal ich in dem Artikel zusammen mit Bestsellerautoren von Regionalkrimis, allen voran Nele Neuhaus, erscheine. An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an die Journalistin Monika Melzer-Hadji und die Fotografin Yvonne Späne, die es möglich gemacht haben, den Artikel pünktlich zur heutigen Premierenlesung in Bad Homburg erscheinen zu lassen und mir die Genehmigung für die Verwendung des Artikels erteilt haben.

TZ 21072017

Besser lesbar ist der Artikel insbesondere auf dem Smartphone auf der elektronischen Ausgabe der Zeitung: Nervenkitzel vor unserer Haustür.

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Kleine Premierenlesung zu Blut & Rache

Alle machen bei Lesungen eine Sommerpause. Ich mache wieder mal alles anders, bin halt ein Chaot. Kürzlich hatte ich einen Termin mit einer Redakteurin der Taunuszeitung in der gemütlichen Espressobar Ernesto im Schwedenpfad in Bad Homburg. Sie interviewte mich zum Erscheinen meines neuesten Armin-Anders-Thrillers Blut & Rache, der diesen Monat erschienen ist. Das Interview hat viel Spaß gemacht, mittendrin kam noch eine Fotografin der Zeitung und hat ein paar Bilder geschossen. Der Artikel wird hoffentlich noch vor der Lesung in den nächsten Tagen erscheinen. Ich werde darüber berichten.

Da ich schon immer Mal eine Lesung in meiner Heimatstadt Bad Homburg halten wollte (bisher hatte ich nur eine tolle Wohnzimmerlesung mit meiner sehr geschätzten Autorenkollegin Alexandra Mazar), sprach ich die Gastronomin Rita Marucci an, die in ihrer Espressobar einmal im Monat eine Lesung veranstaltet. Ich dachte an eine Lesung im Herbst, doch sie bot mir spontan den 21.7. um 20.00 Uhr an. Da ich ebenso spontan und flexibel bin, haben wir dieses Datum gleich fixiert. Somit halte ich dort nun im Hochsommer eine kleine Premierenlesung, auf die ich mich sehr freue. Noch mehr freue ich mich natürlich auf euer zahlreiches Erscheinen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Essen bei Rita sehr lecker und kreativ ist. Freut euch auf einen schönen Abend in der gemütlichen Espressobar!

Das Café hat im Lesungsbereich oben nicht so viele Plätze. Dementsprechend ist eine Voranmeldung empfehlenswert. Eintritt € 6,-. Vielleicht gibt es ja im Herbst noch eine große Premierenlesung – wer weiß.

Espressobar Ernesto

Link zur Veranstaltung auf Facebook

 

 

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Blut & Rache – Onlinelesung zur Vorstellung

Ich habe es noch einmal gewagt: Eine Onlinelesung. Ich habe sie bewusst sehr kurz gehalten. Im Gegensatz zu meiner Ersten damals zu Niemand wird dich vermissen bin ich recht zufrieden damit. Die Masken und der Rauch passen zum darin auch verarbeiten Thema des Spirituellen, das in Nigeria sehr ausgebreitet ist. Als Kind habe ich so wie Armin Anders hier in seinem Fall auch ein sogenanntes „Juju-Haus“ besucht, in dem ein Priester Heilungen und Beschwörungen der Götter vornimmt. Was das genau mit dem zweiten Fall des Bad Homburger Journalisten zu tun hat, könnt ihr im neuesten Rhein-Main-Thriller nachlesen. Die Handlung spielt überwiegend in Rhein-Main, in diesem Fall Bad Homburg, Mainz, Bad Camberg, Aschaffenburg, Limburg, aber halt auch zwischendurch in Lagos/Nigeria, denn es gibt gleich zwei Fälle auf einmal zu klären. Nach dem Lesen bitte nicht vergessen, mir ein Feedback zu geben. Vielen Dank!

Und nun mal ganz ehrlich: Was haltet ihr von dem Video?

Online-Lesung auf YouTube

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